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Andi Stutz

03. Blinde Kuh

Erinnern Sie sich an kindliche Geburtstagsspielchen? An «blinde Kuh»? Verbundene Augen, den Schikanen anderer Kinder preisgegeben. Die «blinde Kuh» war das Letzte. Aber jedes Kind musste einmal den Depp geben. Das war gerecht.So gesehen fallen auch die Wahlen im nächsten Oktober für alle Schweizerinnen und Schweizer gerecht aus. Jedermann darf blinde Kuh spielen. Wir wählen und wissen nicht, wer «unsere» Kandidaten antreten lässt Politik ist eine teure Sache. Der «SonntagsBlick» budgetiert für einen Ständeratswahlkampf zwischen 250 000 und 800 000 Franken. Viel Geld. Klar, dass Banken, Berufsbauern, Versicherer, allerhand betuchte Interessenvertreter, Industrie und Gewerbe in ihre Kassen greifen. Und Wahlen sind für alle Parteien wie der Kindergeburtstag. Wer ein Geschenk bringt, will ein Geschenk zurück. Wunder was, sagt der SVP-Politiker Lukas Reimann: «Es ist nicht dasselbe, ob ich von einer Krankenkasse mit über 100 000 Franken bezahlt werde oder ehrenamtlich im Vorstand eines Blasmusikvereins mitmache.» Das ist der Punkt. Demokratie braucht Offenheit. Vielleicht möchte ich die Marionette einer Krankenkasse nicht im Parlament wissen.